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Seiko

[[Seiko Quartz Astron]],\\ weltweit erste [[Quarz]]-Armbanduhr (zum Vergrößern anklicken!)
Seiko Quartz Astron,
weltweit erste Quarz-Armbanduhr
© Seiko

Japanischer Uhrenhersteller

Markengeschichte

Im Jahr 1881 gründete Kintaro Hattori in Tokio ein Handelshaus für Schweizer Uhren. 1892 gründete er die Firma Seikosha Co., in der anfangs nur Wanduhren produziert wurden, bevor ab 1895 auch Taschenuhren und ab 1899 auch Wecker hergestellt wurden. Ab 1913 gab es dann auch Armbanduhren.

Der Markenname Seiko (japanisch Präzision), 1924 erstmals auf Zifferblättern verwendet, wird offiziell seit Gründung der Daini Seikosha Co. 1937 verwendet. Im Jahr 1959 gründete Seiko das Unternehmen Daiwa Kogyo Ltd., das später in Suwa Seikosha Co. umbenannt wurde. Diese beiden Unternehmen, Daini Seikosha und Suwa Seikosha, produzierten weiterhin Uhren der Marke Seiko in internem Wettbewerb. Schließlich wurde Daini zu Seiko Instruments, Inc. (SII) und Suwa wurde zur Seiko Epson Corporation.

Das Unternehmen lancierte die Marke Grand Seiko im Jahr 1960, wobei Suwa für die Produktion verantwortlich war, da sie auf Herrenuhren spezialisiert war. Grand Seiko wurde zu einer Vorzeigemarke, die sich auf schlichte, elegante und präzise Uhren spezialisierte, darunter ein „Hi Beat“-Chronometer mit 36.000 A/h, Spring Drive und hochpräzise Quarzuhren.

Seiko brachte 1955 ihre erste automatische Armbanduhr auf den Markt und begann bereits 1958 mit der Entwicklung von Quarzuhren. 1959 gründete Seiko die Firma Daiwa Kogyo Ltd., die später in Suwa Seikosha Co. umbenannt wurde. 1962 wurden die ersten Quarz-Großuhren verkauft, und 1963 entstand in Zusammenarbeit mit Timex und Elgin ein tragbares Quarz-Chronometer (Seiko 951). 1968 brachte Seiko eine elektromechanische Armbanduhr auf den Markt, und 1969 folgte die erste im Handel erhältliche Quarzarmbanduhr mit dem Kaliber 35 (Kaliber 3500). Ab 1972 wurden Quarzarmbanduhren in Großserie produziert.

Ebenfalls 1969 führte Seiko seinen automatisches Chronographenwerk 6139 ein, das zur gleichen Zeit wie die berühmten Zenith El Primero und Chronomatic auf den Markt kam.

1975 präsentierte Seiko die weltweit erste Titan-Taucheruhr (600 m wasserdicht, Kaliber 6159).

1977 wurden die Marken Pulsar und Alba am Markt lanciert. 1980 kaufte Seiko die Genfer Firma Jean Lassale SA, um sich im Marktsegment der Quarz-Luxusuhren zu etablieren.

Auf der weltweit größten Schmuck- und Uhrenmesse, der Baselworld, wurde 1986 der erste Prototyp der Seiko AGM vorgestellt, die die kinetische Energie aus der Armbewegung des Uhrenträgers in elektrische Energie zum Antrieb des Quarzwerkes umwandelt (Kinetic-System, auch Autoquarz genannt). 1988 erfolgte die Markteinführung unter dem Namen AGS (Automatic Generator System), der bis heute 20 weitere Kaliber folgten. Im gleichen Jahr kaufte Seiko die Uhrenmarke Yema auf.

1968 erzielte Seiko die höchste jemals beim Genfer Observatoriumswettbewerb erzielte Punktzahl und erhielt die Auszeichnung „bester mechanischer Armband-Chronometer“.

1987 war Seiko offizieller Zeitnehmer bei den Leichtatlethik-Weltmeisterschaften in Rom. Ebenso 1991 bei den Leichtatlethik-Weltmeisterschaften in Tokio, 1993 in Stuttgart, 1995 in Göteborg, 1997 in Stuttgart, 1999 in Sevilla, 2001 in Edmonton (Kanada), 2003 in Paris, 2005 in Helsinki und 2007 in Osaka. 1964 war Seiko offizieller Zeitnehmer bei den Olympischen Spielen in Tokyo und 1992 in Barcelona.

2004 erhielt Seiko den „IEEE Milestone Award“ für die Entwicklung der weltweit ersten Quarz-Armbanduhr, der Seiko Quartz Astron. Diese zu Weihnachten 1969 erstmals präsentierte Uhr war damals so teuer wie ein Auto der Mittelklasse, und es wurden nur 100 Exemplare produziert.

Heute gehört die Seiko Watch Corporation als eine Tochter der Seiko Corporation zum Elektronikkonzern Seiko Epson. Neben der Marke Seiko gehören die Marken Pulsar und Lorus (preiswerte und modische Quarzuhren) sowie die Marke Grand Seiko (hochwertige und meist mechanische Uhren) zur Seiko Watch Corporation.

Einige Uhrwerke der Marke Erhard Junghans werden ebenfalls bei Seiko hergestellt.

Zu den aktuellen Uhrwerken von Seiko gehören die preisgünstigen Automatikwerke 4R1x und 4R3x (ersetzt das 7S), das mittlere 6R, das hochwertige 4S, das ultraflache 68, das hochwertige 8L/9S und die Schaltrad-Chronographenwerke 6S und 8R.

Auszeichnungen

Grand Seiko Hi-Beat 36000 80 hours SLGH005 (zum Vergrößern anklicken!)
Grand Seiko Hi-Beat 36000 80 hours SLGH005
© Grand Seiko

2019 hat Seiko 5 Auszeichnungen beim Grand Prix d'Horlogerie de Genève gewonnen, mehr als jeder andere nicht-europäische Uhrenhersteller und gleichauf mit bekannten Schweizer Unternehmen wie Bulgari, Girard-Perregaux, Jaeger-LeCoultre und MB&F. Seiko hat sich in der Kategorie Sport- und Taucheruhren hervorgetan und gewann dort drei Mal, darunter sowohl 2018 als auch 2019 für die Seiko Prospex-Linie.

Seiko-Marken

Seiko stellt Uhren unter vielen Untermarken her. Die aktuelle Produktpalette sieht wie folgt aus:

Seiko Time Module

Seiko liefert auch Ebauche-Uhrwerkes und Technologie an andere Unternehmen.

Beliebte Uhrwerke: