Wasserdicht
Aus Uhren-Wiki
Eine wesentliche Eigenschaft, die in heutigen Tagen den Gebrauchswert von Armbanduhren bestimmt, ist die Wasserdichtigkeit.
Um diese zu prüfen, wird die Uhr beim Hersteller dem statischen Druck ausgesetzt, der auf dem Zifferblatt oder dem Gehäuseboden angegeben ist. Der Prüf-Druck wird in Atmosphären (atm) oder in Meter (m) Wassersäule angegeben. Das heißt, der Hersteller garantiert dafür, daß die Uhr im Auslieferungszustand dem angegebenen statischen Prüfdruck standhält.
Hierzu sind zwei Aspekte zu betrachten:
- Die Uhr ist während des Gebrauches verschiedensten Umwelteinflüssen wie Staub, aggressive Medien, extreme Temperaturschwankungen etc. ausgesetzt. Das führt im Lauf der Zeit zur Herabsetzung der Wasserdichtigkeit. Daher sollte die Uhr am besten einmal im Jahr von einem Uhrmacher auf Wasserdichtigkeit geprüft und bei Bedarf die Dichtungen gewechselt werden.
- Die Uhr wird während des Gebrauches im Wasser praktisch nie statischen Belastungen, sondern dynamischen Belastungen wie eigene Körperbewegungen, Sprung ins Wasser, Wasserstrahl etc. ausgesetzt. So kann man z.B. einen Wasserdruck, der einer Tauchtiefe von 50m entspricht, in jedem Waschbecken herstellen, indem man den Arm mit entsprechend hoher Geschwindigkeit durch das Wasser bewegt.
Aus diesen beiden o.a. Punkten ergeben sich folgende Anwendungseinschränkungen:
- Staubgeschützt
- Wassergeschützt (waterresistant) - Wasserspritzer, Regen etc.
- Wasserdicht (waterproof) bis 3at/30m - Autowäsche etc.
- Wasserdicht (waterproof) bis 5at/50m - Duschen, Schwimmen etc.
- Wasserdicht (waterproof) bis 10at/100m - Schnorcheln, Tauchen etc.
- Wasserdicht (waterproof) bis 20at/200m - Gerätetauchen
Taucheruhren
Für Taucheruhren ist eine möglichst hohe Wasserdichtigkeit selbstverständliche Voraussetzung - hinzu kommen noch eine Reihe weiterer Anforderungen.
Dichtungsverfahren
Eine seit Erfindung der Rolex Oyster übliche Vorkehrung zur Erzielung möglichst hoher Wasserdichtigkeit ist eine verschraubte Krone. Bei Chronographen müssen dann entsprechend auch die Drücker verschraubt sein, was zu einer recht umständliche Bedienung führen kann. Inzwischen gibt es jedoch auch andere, moderne Abdichtungsverfahren, die auch ohne Kronen- bzw. Drückerverschraubung eine vergleichbare Dichtigkeit bis zu mehreren hundert Metern Tiefe erreichen.
Literatur
| Teile dieses Artikels basieren auf dem Artikel Wasserdicht aus der freien Enzyklopädie Watch-Wiki mit Stand vom 9.2.2008; dieser steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Im Watch-Wiki ist eine Liste der Autoren verfügbar. Obiger Uhren-Wiki-Beitrag steht ebenfalls unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
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