Platin

Platin

Wertvollstes Edelmetall. Das sehr korrosionsbeständige, schmiedbare und weiche Schwermetall zeigt im reinen, polierten Zustand den sog. Dunkelglanz. Der Name leitet sich vom spanischen Wort platina, der Verkleinerungsform von plata „Silber„, ab. (Im ausgehenden 16. Jahrhundert hatten die Goldsucher in Kolumbien das weiße Metall für Silber gehalten.)

Nachdem Platin schon um 1500 v. Chr. in Nordafrika und Südamerika bekannt war, geriet es über eine Zeitspanne von 2000 Jahren in Vergessenheit und wurde erst um 1850 von Louis Cartier als Schmuck verwendet.

Platinschmuck war besonders zur Zeit des Art déco beliebt. 1924 entdeckte der deutsche Geologe Dr. Hans Merensky westlich von Johannesburg die bislang größten Platinlager der Welt. Weitere bedeutende Lagerstätten liegen in Russland (Ural) und Kanada.

Es gibt auf der ganzen Erde nur wenige Funde dieses seltenen Metalls. Für eine einzige Feinunze Bergplatin (31,1 g) müssen ca. zehn Tonnen Erz abgebaut werden.

Platin ist fester, zäher und auch schwerer als andere Schmuckmetalle. Sein Schmelzpunkt liegt bei 1774 C°, gegenüber Gold mit 1064°C. Daher ist seine Verarbeitung extrem aufwendig; es müssen hierzu besonders widerstandsfähige Maschinen und Werkzeuge verwendet werden.

Platin wird vorwiegend mit einem Feingehalt von 950/000 verarbeitet (also reiner als die üblichen Goldlegierungen).

Allergische Reaktionen sind nicht bekannt. So eignet sich das Edelmetall hervorragend Stifte, die beim Ohrloch-Stechen für Ohrringe durch das Ohrläppchen geführt werden.

Literatur

Z.T. zitiert aus