Favre-Leuba

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Favre-Leuba
Favre-Leuba Bivouac 9000
© Favre-Leuba

Favre-Leuba ist ein Schweizer Uhrenhersteller

Gründung der Marke

Abraham Favre (1702-1790) gründet 1737 in Le Locle eine eigene Uhrenwerkstatt. Um 1749 wird er zum «Maître horloger du Locle» ernannt. 1792 ruft Abraham Favre jr. (1740-1823), der Sohn des Unternehmensgründers, gemeinsam mit seinen beiden Söhnen Frédéric und Henry-Louis die Firma «A. Favre & Fils» ins Leben. 1815 geht Henry-August (1796-1865), Frédéric Favres Sohn, eine Kooperation mit dem Uhrenhandel von Auguste Leuba aus Butte im Val-de-Travers ein. Die Taschenuhren von Favre-Leuba werden bei zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen ausgezeichnet – unter anderem in London 1851, New York 1853, Paris 1855, Bern 1857 und Porto 1865.

Expansion u.a. nach Indien

Fritz Favre (1828-1877) setzt die Expansionsstrategie seines Vaters in Europa, Amerika und Asien erfolgreich fort. In den Jahren 1865 und 1867 bereist er Indien und lanciert seine Marke auf dem Subkontinent, der sich rasch zu einem wichtigen Absatzmarkt für Favre-Leuba entwickelt.

1896 wird der Firmensitz von Le Locle nach Genf verlegt. Henri Favre-Leuba (1865-1961) übernimmt die Leitung des Familienunternehmens und baut die Marke international weiter auf.

Wichtige Modelle

1925 werden erste Eindrücker-Chronographen produziert. 1955 stellt Favre-Leuba das Manufakturkaliber FL 101 vor. Es findet ein Jahr später seine Verwendung in den Uhrenmodellen Sea Chief, Sea King und Sea Raider. 1957 wird das Kaliber FL 102 mit Kalenderfunktion präsentiert, das in den Datic-Modellen zum Einsatz gelangt. Es folgen die Automatikwerke FL 103 und FL 104, ausgestattet ohne oder mit Datumsanzeige. Mit der Water Deep lanciert die Marke 1960 ihre erste Taucheruhr.

Das Erfolgsmodell Bivouac

1962 bringt Favre-Leuba die Bivouac auf den Markt, die erste mechanische Armbanduhr mit einem Aneroidbarometer zur Höhen- und Luftdruckmessung. Einen ihrer ersten Einsätze absolviert die Bivouac an den Handgelenken der Schweizer Nationalmannschaft der Fallschirmspringer während der Weltmeisterschaft 1962 in den USA. Der italienische Alpinist Walter Bonatti trägt die Bivouac, als ihm 1964 zusammen mit dem Genfer Michel Vaucher die Erstbesteigung der Nordwand der Pointe Whymper (4196 m) in den Grandes Jorasses gelingt oder er als Erster die Nordwand des Matterhorns über die direkteste Route bezwingt. Auch der junge Walliser Michel Darbelley lässt sich von der Uhr bei der ersten Alleinbesteigung des Eigers im Jahr 1963 anzeigen, welche Höhe er schon erklommen hat und ob ein Wetterwechsel bevorsteht. Auch der bekannte französische Polarforscher Paul-Emile Victor verläßt sich auf seinen zahlreichen Expeditionen ins ewige Eis auf die Bivouac.

1968 stellt die Marke die Bathy vor – die weltweit erste mechanische Armbanduhr, die nicht nur die Tauchzeit, sondern auch die aktuelle Tauchtiefe anzeigt.

Die 1970er Jahre

Die Modelle der 1970er Jahre weisen das kissenförmige Design der aktuellen Mode auf: das Automatikkaliber FL 1164 der Sea Raider tickt mit 36’000 a/h, während die Memo Raider mit automatischer Weckerfunktion aufwartet. Die zur selben Zeit eingeführten Modelle Sea Sky und Sea Sky GMT verbinden die Funktionalität einer Taucheruhr mit der eines Chronographen und einer 24-Stunden-Anzeige.

Neubeginn nach der Quarzkrise

Wie das Gros der Schweizer Uhrenhersteller wird auch Favre-Leuba von der Quarzkrise heimgesucht. Die Marke wird 2011 wiederbelebt, als am 16.11. die indische Tata Gruppe als Investor einsteigt. Der Hauptsitz des Unternehmens wird nach Zug verlegt. Es entsteht eine Kollektion neuer Modelle, die spezifische Merkmale der früheren Erfolgsmodelle aufgreift und mit neuen Technologien weiterentwickelt.

Modellübersicht

Taucheruhren

Expeditionsuhren

Sportuhren

Anschrift

Favre-Leuba AG
Niklaus-Konradstrasse 25/27
4500 Solothurn
info@favre-leuba.com

Weblinks