Girard, Constantin Othenin

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Constantin Othenin Girard (1825-1903)

Constantin Othenin Girard

Schweizer Uhrmacher


Constantin Othenin Girard wird im September 1825 geboren. Im Jahr 1852 gründet er zusammen mit seinem Bruder Numa das Unternehmen Girard & Cie. Zwei Jahre später heiratet er Marie Perregaux, und aus der Verschmelzung ihrer Namen bzw. durch Zusammenarbeit mit dem damals bereits berühmten Chronometermacher Henri Perregaux entsteht 1856 in La Chaux-de-Fonds die Manufaktur Girard-Perregaux.

Girard, selbst passionierter Uhrmacher, richtet sein Augenmerk ebenfalls auf die Herstellung von Präzisions-Chronometern, deren enorme Genauigkeit ihm in den 60er und 70er Jahren des 19. Jahrhunderts mehrfach vom Observatorium in Neuenburg bei entsprechenden Wettbewerben bestätigt wird. Außerdem fertigt er ab 1865 Taschenuhren mit Dreibrückenwerk und Tourbillon. 1867 präsentiert er eine Uhr mit Tourbillon auf der Weltausstellung in Paris und gewinnt mit ihr eine Goldmedaille. Ab 1880 konzipiert er im Auftrag von Kaiser Wilhelm I. Armbanduhren für die deutschen Marineoffiziere und fertigt davon zweitausend Stück. Diese Produktion stellt die erste große Serienfertigung von Armbanduhren dar. 1889 erzielt die berühmte Tourbillon-Uhr mit drei Goldbrücken, deren Entwicklung mehrere Jahre in Anspruch genommen hat, auf der Weltausstellung in Paris wiederum eine Goldmedaille. Diese Uhr wird dann im Jahr 1901 aufgrund ihrer Unerreichbarkeit nicht mehr zum Wettbewerb zugelassen.

Constantin Othenin Girard verstirbt im Jahre 1903, und sein Sohn Constant Girard-Gallet übernimmt die Leitung der Firma Girard-Perregaux.

Literatur