Biver, Jean-Claude

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Jean-Claude Biver

Jean-Claude Biver

Schweizer Uhrenproduzent

Begegnung mit der Haute Horlogerie

Jean-Claude Biver wurde am 20. September 1949 in Luxemburg geboren. "Durch Jogging" sei er zu mechanischen Uhren gekommen, erzählt er bei einem Interview. Er sei im Vallée de Joux viel Marathon gelaufen. Sein Laufpartner und Freund war Jacques Piguet, ein Hersteller hochwertiger mechanischer Werke, an dessen Handgelenk er eine skelettierte Uhr entdeckt habe, und die habe ihn sehr beeindruckt. Zum 60. Geburtstag von Piguets Vater lernte er den Geschäftsführer von Audemars Piguet kennen. Kurzfristig erhielt er dort eine Stelle. Nachdem er von 1975 bis 1979 bei Audemars-Piguet gewesen war und die Arbeitsweisen der Haute Horlogerie aus der Nähe kennengelernt hatte, arbeitete er zwei Jahre lang als Manager bei Omega.

Wiederbelebung von Blancpain

1981 kaufte Biver zusammen mit Jacques Piguet die Markenrechte an der alten, 1735 gegründeten, aber nicht mehr aktiven Marke Blancpain von der SSIH und stellte ca. 1983 unter diesem Namen ein völlig neues Modellprogramm aus Luxusarmbanduhren mit mechanischen Werken vor. Das kühne Motto lautete: "Seit 1735 gibt es bei Blancpain keine Quarzuhren. Es wird auch nie welche geben." Mit dem Erfolg dieses — damals von vielen für aussichtslos gehaltenen — Wagnisses trug Biver erheblich zur Renaissance der totgeglaubten mechanischen Armbanduhr bei.

Hublot und die Big Bang

Nachdem die Swatch Group unter Nicolas G. Hayek Blancpain im Jahr 1992 gekauft hatte, blieb Biver dort noch bis 2003 als leitender Direktor bzw. als Vorstandsmitglied. 2004 traf er Carlo Crocco, den Chef von MDM Hublot, und vereinbarte mit diesem, in die Führung von Hublot einzusteigen. Mit dem neu geschaffenen Modell Big Bang, das konsequent das Konzept 'Fusion' vertritt, sorgte er in der Uhrenwelt erneut für Aufsehen.

Literatur

Weblinks