Oris

Aus Uhren-Wiki: Die besten Uhren und Uhrenmarken
Wechseln zu: Navigation, Suche
Hauptsitz von Oris in Hölstein, Schweiz, seit 1904
© Oris

Schweizer Uhrenhersteller

Gründung

Oris wurde 1902 unter der Marke Lohner & Nägelin in Hölstein als kommunale Uhrenfabrik gegründet. 1903 ließ sich die Firma den Markennamen Oris registrieren. 1904 übernahmen Paul Cattin und Georges Christian die Fabrik und fertigten bis 1960 ausschließlich Uhren mit Stiftankerhemmung. Bereits um 1930 erreichte die Tagesproduktion ein Volumen von ca. 7000 Uhren, die nach Europa, Neuseeland, Südamerika und China verkauft wurden.

Nach 1945 nahm das Unternehmen erfolgreich an Chronometerprüfungen der Schweizer Prüfbüros teil und erhielt bis einschließlich 1958 ca 1.500 Chronometergangzertifikate für seine Armbanduhren.

In den sechziger Jahren zählte Oris zu den zehn größten Uhrenherstellern der Schweiz. In der um 1970 durch das Aufkommen der Quarzuhren verursachten Krise für Hersteller mechanischer Uhren wurde Oris von der ASUAG übernommen.

Betonung der traditionellen Uhrenmechanik

Ulrich W. Herzog, seit 1978 bei Oris und seit 2001 Geschäftsleiter
© Oris
1982 wurde die Oris SA unter der Leitung von Dr. Portmann in Partnerschaft mit Ulrich W. Herzog neu gegründet und zählte zu den allerersten Herstellern, die wieder vollständig auf traditionelle Mechanik setzten. Die Zifferblätter der Uhren waren z.T.
Oris Regulateur "Der Meistertaucher"
kunstvoll guillochiert und lehnten sich zusammen mit den geschwungenen Zeigern deutlich an klassische Erscheinungsbilder an. Mit dem Werbespruch "High Mech" wurde auf die Bedeutung von traditioneller Mechanik im Kontrast zur damals auch im Luxusbereich immer noch präsenten Quarztechnik abgehoben. Ein aufwendiger, kostenlos verteilter Buchkatalog dokumentierte Geschichte und Technik der traditionellen Uhrenmechanik und positionierte die Marke klar in diesem Bereich. Erfolg hatte sie damit auch in Japan. Zu den Klassikern der Marke zählt das Modell Big Crown, eine Fliegeruhr mit überdimensionierter Krone, die Piloten die Betätigung auch mit Lederhandschuhen gestattet.

Neuorientierung auf maskuline Sportuhren

Ende der 90er Jahre unternahm die Firma dann mit den neuen Modellreihen XXL und TT1 eine Umorientierung hin zu großen, schweren und auffälligen Sportuhren mit maskulinem Design; das Modellprogramm wurde weitgehend umgestellt; einzig die heutige Version der Big Crown enthält noch Anklänge an die frühere Stilsprache. Zwecks Erhöhung ihres Bekanntheitsgrades wurde massiv in neue Produktlinien und eine dementsprechende Werbung investiert. Neues Markenzeichen der zumeist auf ETA-Uhrwerken basierenden Automatikuhren war der durch den Glasboden sichtbare rot lackierte Rotor. Eines der bekanntesten neueren Prestigeobjekte ist das Modell TT1 Meistertaucher - es ist bis zu Tiefen von 1.000 Meter wasserdicht.

Oris tritt seit 2003 als Sponsor des Formel-1-Teams Williams auf. Zu Ehren Ralf Schumachers und des Williams-F1-Teams wurde eine limitierte Auflage lanciert. Die Uhren dieser Auflage verfügen über ein Karbonzifferblatt, das die Unterschrift von Ralf Schumacher trägt. Jeder Uhr liegt ein gebrauchtes Teil aus dem Getriebe oder des Motors eines F1-Wagens bei.

Die Verkaufsanteile der verschiedenen Kontinente spiegeln den großen Erfolg der Marke im Osten wieder: Europa 40%, Asien 47%, Amerika 9%, Ozeanien 3% (Stand 2009). Seit der "Finanzkrise" ab 2007 nimmt Oris, relativ zu anderen Anbietern, auch auf dem deutschen Markt stark zu.

Übersicht über die Kollektion

Die Oris-Kollektion umfaßt die Reihen Motorsport, Fliegen, Tauchen und Kultur. In letzterer finden sich klassische Modelle wie auch die für berühmte Jazz-Musiker konzipierte Serie Miles, die durch ein Sondermodell für Bob Dylan ergänzt wird.

Oris WilliamsF1 Team Skeleton Engine Date
© Oris

Motorsport

Fliegen

Tauchen

Kultur

Sonder-Editionen

Anschrift

Oris SA
Ribigasse 1
CH 4434 Hölstein
(Diesen Ort anzeigen)
Tel. +41-61-9561111
Fax +41-61-9512065
E-Mail info.ch@oris.ch

Weblinks