Parmigiani

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Parmigiani

Parmigiani Fleurier SA, Luxusuhren-Manufaktur

Michel Parmigiani als junger Uhrmacher
© Parmigiani
Parmigiani Kalpagraph Ref. PF005164
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Manufakturkaliber Parmigiani Fleurier 334
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Beginn als Uhrmacher und Restaurator

Die Marke Parmigiani trägt den Namen ihres Gründers, Michel Parmigiani, der 1950 in Couvet geboren wurde und im Val-de-Travers, einem abgelegenen Tal des Schweizer Kantons Neuenburg, seine Jugend verbrachte.

1976 beginnt Michel Parmigiani seine Laufbahn mit der Restauration aufwendiger Kunstwerke der Haute Horlogerie. 1978 wird er in der Herstellung von "private label"-Modellen renommierter Uhrenmarken tätig. 1995 erhält er den Prix Gaïa für seine Verdienste im Bereich mechanischer Uhren.

Eine neue Manufaktur entsteht

Mit Unterstützung der Sandoz Family Foundation entsteht 1996 die Uhrenmanufaktur Parmigiani Fleurier, die durch den Zukauf von unterschiedlichen Produktionseinheiten rasch anwächst. Die erste Kollektion von Parmigiani-Zeitmessern, darunter Armbanduhren, Taschenuhren und Tischuhren, entsteht. Im darauffolgenden Jahr 1997 nimmt Parmigiani erstmals an der Fachmesse SIHH teil.

Das erste eigene Manufaktur-Kaliber PF 110 wird 1998 vorgestellt. Es handelt sich um ein Handaufzugwerk, das über die beachtliche Gangautonomie von acht Tagen verfügt.

Die Beherrschung der Herstellung eines jeden Uhrenbauteils wird ab ca. 2000 dank der Eingliederung der folgenden drei Produktionseinheiten möglich, die auf die Bereiche Gehäuseherstellung, Mikromechanik und Präzisionsautomaten-Drehteile spezialisiert sind: Bruno Affolter SA in La Chaux-de-Fonds, Atokalpa SA in Alle und Elwin SA in Moutier. Seit Januar 2003 fasst der handwerklich-industrielle Pool der Manufaktur, die Vaucher Manufaktur Fleurier, alle Facetten der Uhrmacherkunst zusammen, die für die Fertigung einer Armbanduhr mit großer Tradition wichtig sind.

2001 wird das neue hauseigene Automatik-Kaliber PF 331 präsentiert. Es kommt in der Uhrenlinie Forma (mittlerweile umbenannt in Kalpa) zum Einsatz. Im Jahr darauf erscheint das Automatik-Kaliber PF 333, das über einen retrograden Ewigen Kalender verfügt.

Bugatti Type 370
mit Kaliber PF 370 Bugatti
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2004 erscheint aufgrund der Zusammenarbeit mit der renommierten Automarke Bugatti das ungewöhnliche Kaliber PF 370 Bugatti, das weltweit erste Uhrwerk in transversaler Anordnung und mit seiner Konstruktion einem Autogetriebe nachempfunden. Das Modell Bugatti Type 370, in das es integriert ist, stellt eine echte uhrmacherische Rarität dar. Der äußerst kostspielige, in begrenzter Stückzahl gefertigte Zeitmesser ist von der Handgelenkseite aus ablesbar.

Ebenfalls 2004 kommt mit dem Kaliber PF 500 das weltweit erste 30-Sekunden-Tourbillon mit Zentralsekunde und einer Gangautonomie von sieben Tagen heraus — auch dies wieder ein vollständig im eigenen Haus entwickeltes und gefertigtes Werk.

Neue Uhrenlinien im Luxussegment

2004 steigt die Zahl der jährlich gefertigten Uhren auf 3000, 2006 sind es schon 4000. In den ersten zehn Jahren ihres Bestehens brachte die Manufaktur bereits fünf hauseigene mechanische Kaliber mit Automatik- oder Handaufzug heraus, die heute in Form von Modellen wie der Kalpa XL Hebdomadaire, der Kalpa Automatik, der Parmigiani Toric Ewiger Kalender oder des Tourbillon 30 Sekunden verkauft werden.

Heute verfügt die Manufaktur über rund zweihundertfünfzig Mitarbeiter.

Parmigiani gehört zu den Gründungsmitgliedern der Qualitätsvereinigung FQF, die eine über die COSC-Prüfungen hinausgehende Zertifizierung von hochwertigen Chronometern vornimmt.

Gehäuse aus Palladium 950

Parmigiani Pershing 115 Palladium PF600094
© Parmigiani

Bereits 2005 sorgte Parmigiani Fleurier mit einer Weltneuheit für Aufsehen: einer aus Palladium 950 gefertigten Uhr. Dieses Metall wirkt so edel wie Platin und edler als Gold, war jedoch für die Uhrmacher lange ein Rätsel, da man nicht wusste, wie reines Palladium bearbeitet werden konnte. Normalerweise wird es mit Gold legiert, um Weißgold zu erhalten. Es ist bei gleichem Volumen leichter, gleichzeitig aber auch härter und damit kratzfester als Gold und Platin. Parmigiani Fleurier ist von der Ausstrahlung dieses Metalls angetan und hat, dank des Fachwissens des Hauses Johnson Matthey, die perfekte Legierung gefunden. So wurde die Herstellung der ersten Kollektion in Palladium lanciert, ein Metall, das sich nicht nur durch seine Härte und seine ideale Formbarkeit, sondern auch durch unvergleichlichen Glanz auszeichnet.

Die bekanntesten Modellreihen

Während bei Parmigiani die Bezeichnung Toric für die runden Modelle steht, verweist das aus dem Indischen stammende Wort Kalpa auf die Modelle mit den markanten und zugleich geschmeidigen Bandanstößen: hier gibt es sowohl eine tonneau-förmige wie auch eine runde Variante. Zur Wortbedeutung: Nach indischer Lehre bezeichnet Kalpa einen Tag Brahmas, der einen Zeitraum von 4.320 Millionen Jahren umfasst.

Die Damenreihen tragen die indisch-italienischen Namen Kalpa Piccola, Kalpa Donna und Kalpa Grande. 2008 kam die Reihe Tonda Hémisphères mit ihren Varianten der innovativen "Reiseuhr" hinzu, ferner die Reihe Pershing mit sportlich-markanten Taucher-Chronographen. Sämtliche dieser Uhren zeichnen sich durch ihren unverwechselbar-edlen Stil wie durch die konsequente Manufakturphilosophie aus.

Anschrift

Parmigiani Fleurier SA
Rue du Temple 11
CH–2114 Fleurier
Tel. +41 (0)32 862 66 30
Fax +41 (0)32 862 66 31

Weblinks